Wie viel ein Taxifahrer beim Umstieg auf Elektro wirklich spart: von 700 auf 300 Euro im Monat
· 5 Min. Lesezeit · Taxio-Team

Kurz gesagt: Aurélien de Meaux, Geschäftsführer von Electra (einem europäischen Schnellladenetz), behauptet, ein Taxifahrer gebe nach dem Umstieg auf ein anderes Auto statt rund 700 Euro im Monat für Benzin nur noch rund 300 Euro für Strom aus. Eine Auswertung von El Español untermauert diese Zahl mit echten Daten von August 2026: Die tatsächliche Ersparnis hängt davon ab, wo geladen wird, und liegt zwischen 2.060 und 3.100 Euro im Jahr.
Die Rechnung mit echten Zahlen
Ausgangspunkt ist ein Taxi mit 50.000 km Jahresfahrleistung. Mit Diesel, bei einem Verbrauch von 6 Litern pro 100 km und einem Literpreis von 1,818 Euro (Durchschnittspreis August 2026), sind das 3.000 Liter im Jahr: etwa 5.460 Euro jährlich, mehr als 450 Euro im Monat.
Bei Elektro ändert sich die Rechnung stark je nachdem, wo geladen wird. Lädt man ausschließlich an öffentlichen Ladepunkten, bei einem gewichteten Durchschnitt von 0,40 €/kWh, kostet dieselbe Fahrleistung rund 3.400 Euro im Jahr: eine Ersparnis von 2.060 Euro (37 %) gegenüber Diesel. Kombiniert man öffentliches Laden mit Laden zu Hause (0,10-0,15 €/kWh im Niedertarif), sinken die Kosten auf 2.300 bis 2.500 Euro im Jahr, eine Ersparnis von 2.900 bis 3.100 Euro im Jahr gegenüber Diesel.
Warum der Unterschied mit mehr Kilometern wächst
Die Logik ist einfach: Die Ersparnis pro Kilometer ist fix, je mehr Kilometer ein Taxi also im Jahr fährt, desto größer wird der aufsummierte Unterschied zwischen Diesel und Strom. Auch der Fahrstil spielt eine Rolle: Wer stark beschleunigt, verbraucht mehr kWh pro 100 km als jemand mit ruhigerer Fahrweise, genau wie beim Kraftstoffverbrauch eines Verbrenners.
Anders gesagt: Die Zahl von "300 Euro im Monat" ist keine garantierte Untergrenze, sondern das, was herauskommt, wenn man vor allem öffentlich lädt. Wer mehr zu Hause oder an Ladepunkten mit günstigem Niedertarif laden kann, drückt diese Zahl noch weiter nach unten.
Nicht das erste Mal, dass Barcelona auf Elektro setzt
Die Debatte über die Elektrifizierung von Taxis wirkt neu, ist es aber nicht wirklich. Wir haben schon erzählt, wie Barcelona bereits 1943 Elektrotaxis hatte, die in Minuten die Batterie wechselten, statt auf eine Ladung zu warten. Damals war nicht die Technik das Problem, sondern Infrastruktur und Kosten. Achtzig Jahre später hat sich die Rechnung geändert: Die Schnellladeinfrastruktur ist gewachsen, und der Preisunterschied zwischen Kraftstoff und Strom lässt sich kaum noch ignorieren.
Wie Taxio damit umgeht
Kraftstoff gehört zu den 16 absetzbaren Taxi-Ausgaben und ist zugleich einer der Posten, die von Monat zu Monat am stärksten schwanken. Ob du noch mit Diesel fährst oder schon elektrisch lädst: In Taxio wird jedes Tanken oder Laden in dem Moment erfasst, in dem es passiert, mit Betrag und Datum, damit du am Monatsende genau weißt, was dich das Fahren wirklich kostet, ohne Belege zusammenzuzählen oder dich auf dein Gedächtnis zu verlassen.
Häufige Fragen zur Ersparnis mit einem Elektrotaxi
Wie viel gibt ein Diesel-Taxi im Monat für Kraftstoff aus?
Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 6 l/100 km, 50.000 km im Jahr und einem Literpreis von 1,818 Euro (August 2026) gibt ein Diesel-Taxi rund 455 Euro im Monat für Kraftstoff aus, etwa 5.460 Euro im Jahr.
Wie viel spart ein Elektrotaxi im Monat gegenüber einem Diesel-Taxi?
Das hängt davon ab, wo geladen wird: zwischen 172 Euro im Monat bei ausschließlich öffentlichem Laden (durchschnittlich 0,40 €/kWh) und bis zu 258 Euro im Monat bei einer Kombination aus öffentlichem und Laden zu Hause, laut der Auswertung von El Español.
Ist es günstiger, ein Elektrotaxi zu Hause oder an einer öffentlichen Ladesäule zu laden?
Laden zu Hause ist günstiger: 0,10-0,15 €/kWh im Niedertarif, gegenüber durchschnittlich 0,40 €/kWh an öffentlichen Ladepunkten. Die Kombination aus beidem bringt die größte jährliche Ersparnis, zwischen 2.900 und 3.100 Euro.
Lohnt sich der Umstieg eines Taxis von Diesel auf Elektro?
Allein beim Kraftstoff ja: Die jährliche Ersparnis liegt je nach Ladeort zwischen 2.060 und 3.100 Euro. Hinzu kommen der Fahrzeugpreis und verfügbare Förderungen, die diese Auswertung nicht abdeckt.
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